Zwangsversteigerung: Lernen Sie die Immobilie kennen!

Fakten, Fakten, Fakten!Zwangsversteigerungsakte

Bevor Sie eine Immobilie ersteigern, sollten Sie sich gut informieren! Ihr erster Weg führt Sie ins zuständige Amtsgericht, wo Sie die Versteigerungsakte einsehen können, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben.

Wichtig: Werfen Sie einen genauen Blick ins Grundbuch. Sind dort Lasten eingetragen, wie z.B. Wohn- oder Wegerechte? Gibt es ein Nießbrauchrecht? Wenn ja, sollten Sie sich genau über diese Lasten informieren, bevor Sie die Immobilie ersteigern und entscheiden ob Sie damit einverstanden sind, denn oftmals werden diese Rechte durch eine Zwangsversteigerung nicht berührt.

In der Versteigerungsakte befindet sich auch das Wertgutachten. Bitte bedenken Sie, dass auch ein Gutachter einen gewissen Spielraum bei der Bewertung der Immobilie hat und der Verkäufer selbst ist natürlich daran interessiert eine möglichst hohe Bewertung für die Immobilie zu erreichen um dann zu einem möglichst hohen Preis verkaufen zu können. Vergleichen Sie den angesetzten Verkehrswert also auf jeden Fall mit Immobilien der gleichen Kategorie  und passen Sie Ihr Limit entsprechend an.

Wird die Immobilie lastenfrei übergeben? Fragen Sie beim Rechtspfleger nach! Er wird Ihnen Auskünfte zur Immobilie geben. Ist das Grundbuch noch belastet, ermitteln Sie die Höhe der verbleibenden Belastung und senken Sie Ihr Limit um den entsprechenden Betrag.

Besichtigung: Fragen Sie den Besitzer nach einem Besichtigungstermin der Immobilie. Meist kooperieren die Besitzer, da sie die Immobilie natürlich zu einem guten Preis versteigern möchten. Allerdings haben Sie keinen Anspruch auf eine Besichtigung. Verweigert der Besitzer die Besichtigung, müssen Sie damit leben die Immobilie ggf. unbesichtigt zu ersteigern und damit ein unkalkulierbares Risiko einzugehen.

Vermietet? Leer? Je nachdem was Sie mit der Immobilie vorhaben, sollten Sie sich darüber informieren ob und wie lange die Immobilie schon vermietet ist und welcher Mietvertrag zugrunde liegt. Es gibt bei Kündiungen seitens der Eigentümer einige Hürden, die eine Neuvermietung oder den eigenen Einzug erheblich hinauszögern können.

LimitLimit setzen: Nach Prüfung der Unterlagen, Besichtigung und Entscheidung für die Immobilie setzen Sie sich Ihr persönliches Limit. Wichtig ist dabei, auch eventuelle eingetragene Lasten im Grundbuch mit zu berücksichtigen und das Limit entsprechend niedriger anzusetzen.

Tipp: Setzen Sie sich eine ungerade Zahl als Limit, zum Beispiel 180.500,- €. Manchmal entscheiden die letzen 500 € über den Erfolg der Versteigerung, da andere Bieter oftmals in vollen 1000er-Schritten bieten.

Gäubiger kontaktieren: Nehmen Sie zeitig Kontakt zum Gläubiger, z.B. der Bank, auf. In manchen Fällen kann die Immobilie „freihändig“ verkauft werden. Das bedeutet, dass Sie der Bank ein Kaufpreisangebot unterbreiten und die Bank ausserhalb der Versteigerung darauf eingeht. Das wäre der günstigste und nervenschonendste Fall!

Termin nochmal bestätigen lassen! Wir in letzer Sekunde vor dem Versteigerungstermin eine Einigung zwischen Schuldner und Gläubiger erzielt oder findet sich spontan ein „freihändiger“ Käufer so wird die Versteigerung abgesagt. Rufen Sie sicherheitshalber ein bis zwei Tage vor dem Termin im Amtsgericht an und lassen Sie sich den Termin bestätigen.

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