Mietpreissteigerung: Ist sie real oder fühlt sie sich nur so an?

MietpreissteigerungDeutsche Mieter sind sich einig:

Die Mieten ziehen kräftig an. Auch aus der Abteilung der Käufer hört man immer wieder, dass die Immobilienpreise momentan unverhältnismäßig steigen.

Glaubt man jedoch dem Immobilienverband IVD, so gibt es aktuell nur eine moderate Preissteigerung, die nur minimal über der Inflationsrate liegt.

IVD-Präsident Jürgen Michael Schick betont, dass es sich bei den aktuellen Preissteigerungen um einen längst überfälligen Aufholprozess handele. Zwar kletterten die Immobilienpreise nach wie vor, allerdings liege das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen immer noch15% unter dem Preisniveau der 1990er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt seien die Immobilienpreise für Wohneigentum stark gesunken. Eine Trendwende dieses Zustandes sei in den letzten 3 Jahren zu beobachten gewesen.

Was ist der Grund für die Preissteigerung?

Die Erklärung dieser Entwicklung liegt ganz simpel in den Gesetzen des Marktes. Momentan ist die Nachfrage nach Wohnraum größer als das Angebot. Entsprechend ist die voran genannte Trendwende zurückzuführen auf eine reale Nachfrage und hat nichts mit der Bildung einer Blase am Immobilienmarkt zu tun.

In Spanien stehen nach dem Platzen der Immobilienblase zehntausende Wohnungen leer, Deutschland dagegen bräuchte eher ein größeres Immobilienangebot.

Im Mietsektor steigen die Mieten auch langsamer als allgemein wahrgenommen.
Doch liegen zwischen den teuersten und den günstigsten Mieten tatsächlich Welten. Der Bundesdurchschnitt liegt bei einer Wohnung gebaut nach 1949 mit mittlerem Wohnwert bei 5,75€ pro Quadratmeter (+3,1% zum Vorjahr).

Die Bandbreite der Durchschnittsmieten erstreckt sich allerdings von 3,70€/m² und weniger in einer Stadt wie Arnsberg im Sauerland bis hin zu11,90€/m² (+6,25% zum Vorjahr) in München. Auch Hamburg (8,95€/m²) und Stuttgart (10,- €/m²) schlagen mit nahezu mit doppeltem Durchschnittsmietpreis zu Buche. In den drei genannten Großstädten sind jedoch Spitzenmieten bis zu 20,- €/m² keine Seltenheit. Auch Berlin kann mittlerweile mit Mieten bis zu 15,- €/m² aufwarten.


Welche Folgen hat diese Mietpreissteigerung wirtschaftlich gesehen?

Ganz sicher kurbelt eine Mietpreissteigerung den privaten Mietwohnungsneubau an. Durch die höhren Mieten und entsprechend bessere Renditen wird dieser Bereich für Investoren wieder attraktiver. Schon jetzt ist die Zunahme der Baugenehmigungen in den letzten vier Jahren an der Markt- und Preisentwicklung zu erkennen.


Welche Folgen hätte die politisch diskutierte Deckelung der Mieten?

Werden die Mieten nach oben begrenzt, wird der Mietwohnungsbau für diese Investoren uninteressant und sie werden ihr Kapital anderweitig anlegen.  Das Problem der steigenden Nachfrage nach Wohnraum wird so sicher nicht gelöst werden können. Mit dieser Maßnahme hebelt man die Gesetze von Angebot und Nachfrage aus und das kann nicht der Sinn und Zweck sein.

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Walter & Anja Tittmann

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