Kaufvertrag – Grundbuch – Notar

Die größte Hürde ist genommen: Sie haben entschieden eine Immobilie zu kaufen, Ihre Finanzierung steht und der Verkäufer hat Ihnen den Zuschlag gegeben. Hervorragend! Doch wie ist nun der weitere Ablauf?

Der Kaufvertrag einer Immobilie wird in Deutschland immer vor einem Notar unterschrieben. Zu diesem Zweck wird ein sogenannter Beurkundungstermin vereinbart. Legen Sie diesen am besten so, dass Sie davor noch ein paar Tage Zeit (i.d.R. 14 Tage) haben sich mit dem Kaufvertragsentwurf auseinanderzusetzen und eventuelle Änderungen oder Korrekturen mit dem Verkäufer in Ruhe besprechen können.

Kaufvertragsentwurf
Bevor Sie zur Beurkundung schreiten, erhalten Sie vom Notar einen Entwurf des Kaufvertrags. Dieser beinhaltet Ihre persönlichen Daten (Name, Anschrift, Familienstand, Geburtsdatum, Steuernummer) sowie die des Verkäufers. Weiter wird festgelegt was genau verkauft wird, zu welchem Preis, zu welchen Bedingungen und zu welchem Fälligkeitstermin der Kaufpreis bezahlt werden muss. Keine Immobilie gleicht der anderen und Kaufverträge enthalten immer in Abstimmung zwischen Käufer und Verkäufer individuelle Passagen. Um Ihnen einen ersten Einblick zu geben steht Ihnen hier ein klassischer, ganz einfacher Kaufvertrag zum Download zur Verfügung:

Wohnungs-Kaufvertrag Muster

Notar02Beurkundungstermin
Zum Unterschreiben des Kaufvertrags wird ein gemeinsamer Termin mit Verkäufer und Notar vereinbart. Zu diesem Termin wird der Kaufvertrag vom Notar vorgelesen, Unklarheiten, die nicht bereits im Vorfeld geklärt wurden, können nun noch angesprochen werden.

Versuchen Sie jedoch möglichst vor dem Termin alle Fragen mit dem Notar zu klären. Die Beantwortung Ihrer Fragen im Bezug auf den Kaufvertrag gehört zu seinem Aufgabenfeld. Sind alle Parteien mit der endgültigen Fassung einverstanden wird von Käufer, Verkäufer und Notar auf der letzten Seite des Kaufvertrags die Unterschrift geleistet.

Tipp: Nehmen Sie zum Beurkundungstermin einen Ausdruck Ihres Kaufvertragsentwurfs mit. In der Regel ist es angenehmer, wenn man den Text selbst mitlesen kann.

Grundbuch
Ist der Kaufvertrag von Käufer, Verkäufer und Notar unterschrieben wird für Sie als Käufer eine Auflassungsvormerkung (auch: Eigentumsverschaffungsvormerkung) ins Grundbuch eingetragen. Diese dient sozusagen als Platzhalter oder Reservierung bis Sie nach der vollständigen Kaufpreiszahlung als Eigentümer eingetragen werden können.

Kaufpreiszahlung
Im Kaufvertrag wird festgelegt, wann der Kaufpreis zu zahlen ist. Bezahlen Sie die Immobilie aus vorhandenem Eigenkapital kann eine relativ zügige Zahlung vereinbart werden.
Ist die Immobilie ganz oder teilweise über ein Kreditinstitut finanziert, sollte vereinbart werden, dass die Kaufpreiszahlung erst 4-6 Wochen später erfolgt, da für die Eintragung der Grundschulden im Grundbuch erfahrungsgemäß diese Zeitspanne benötigt wird. Nachdem die Bank sich Ihre Grundschuld (Grundschuldbestellungsformulare erhalten Sie i.d.R. mit dem Darlehensvertrag, diese müssen dem Notar übergeben werden) als Sicherheit hat eintragen lassen wird der Notar Ihnen eine Kaufpreisfälligkeitsmitteilung zukommen lassen. Nach dieser Mitteilung müssen Sie innerhalb einer Frist von 14 Tagen den Kaufpreis entrichten. Finanzieren Sie über eine Bank können Sie dieser nun die Auszahlungsanweisung geben.

Übergabe
Im Kaufvertrag haben Sie auch einen Übergabetermin der Immobilie vereinbart. Ab diesem Zeitpunkt steht Ihnen die Immobilie mit allen Rechten und Pflichten (Nutzen- und Lastenübergang) zur Verfügung.

Haben Sie noch Fragen rund ums Thema Immobilien und Finanzierung? Dann schreiben Sie uns gerne! Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

 

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