Immobilienwissen A-Z

LexikonKeine Panik im Begriffedschungel. 

Sehen Sie sich gerade mit Unmengen von fremden Begriffen rund um Bau, Kauf und Finanzierung konfrontiert? Damit Sie den Durchblick behalten gibt es unser Immobilienlexikon.

Erfahren Sie was eine Auflassungsvormerkung oder eine Zinsbindung ist. Lernen Sie die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die Lastenfreistellung und viele weitere Begriffe kennen. Natürlich erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Doch wer sich einen Überblick verschaffen möchte, ist hier erstmal richtig.

Alle Immobilieninteressierten sind jedoch herzlich eingeladen, sich auch direkt von uns beraten zu lassen. Wir sind gerne für Sie da!
Ihr Team von Immobilienwerte Berlin. Tel. 030 – 4150 8750

Annuitätendarlehen
Das klassische langfristige Darlehen. Es wird in gleichbleibenden Raten, die sich aus Zins und Darlehensrückzahlung zusammensetzen monatlich bezahlt. Durch die stetig geringer werdende Darlehenssumme, sinkt der Zinsanteil in der Rate, während der Tilgungsanteil steigt.

Anschlussfinanzierung
In der Regel wird ein Darlehen über einen bestimmten Zinsbindungszeitraum abgeschlossen. Ist dieser Zeitraum, z.B. nach 10 Jahren vorbei und das Darlehen noch nicht vollständig zurückbezahlt erfolgt eine Anschlussfinanzierung zu den dann gültigen Marktzinsen über die gleiche Bank oder eine Umschuldung zu einer anderen Bank.

Auflassung
Im Zuge der Kaufpreiszahlung für eine Immobilie wird der Käufer als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. Erst durch die Auflassung und den Grundbucheintrag erfolgt der Eigentumsübergang. Dies geschieht im Rahmen eines Notariats.

Bausparen
In monatlichen Raten wird bei einer Bausparkasse ein Polster angespart. Daraus ergibt sich zu einem späteren Zeitpunkt das Anrecht auf ein Darlehen von der Bausparkasse. Ein Bausparvertrag eignet sich hervorragend um das Zinsänderungsrisiko für eine Anschlussfinanzierung in 10-15 Jahren zu mindern oder ganz auszuschließen, da schon heute der Darlehenszins gesichert werden kann.

Beleihungsgrenze
Bei einer Finanzierung dient der Bank die Immobilie als Sicherheit. Die Bank berechnet einen Sicherheitsabschlag, der sich an gesetzlichen und bankinternen Richtlinien orientiert, d.h. sie setzt nicht den vollen Wert der Immobilie für die Finanzierung an.

Bereitstellungszinsen
Je nach Bank fallen für den Zeitraum, in dem einem Darlehensnehmer ein Kredit zur Verfügung gestellt wird, dieser bestimmte Beträge davon aber noch nicht abruft (z.B. bei Bezahlung nach Baufortschritt), Bereitstellungszinsen an. Der Zins beträgt i.d.R 0,25% pro Monat auf die noch nicht in Anspruch genommenen Darlehensteile. Mit der Bank kann eine bereitstellungszinsfreie Zeit ausgehandelt werden.

Bezugsfertigkeit
Sobald das Bewohnen einer Immobilie zumutbar ist. Neben sanitären Anlagen muss vor allem die Sicherheit und vollständige Begehbarkeit des Objekts gewährleistet sein. Aussenanlagen oder Aussenputz haben keinen Einfluss auf die Bezugsfertigkeit.

Eigenbedarf
Möchten Sie Ihre gekaufte und vermiete Wohnung selbst nutzen haben Sie die Möglichkeit eine Kündigung aus Eigenbedarf auszusprechen. Unter diesen Umständen muss der Mieter das Objekt räumen.

Eigenkapital
Vermögen, das zum Kauf einer Immobilie eingesetzt wird. Dies kann neben Guthaben auf Konten auch Bargeld, Bausparguthaben, Wertpapiere, unbelastete Immobilien oder Grundstücke sowie Rückkaufwerte von Lebensversicherungen umfassen.

Eigentümergemeinschaft
In einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Eigentümer ergibt sich automatisch eine Eigentümergemeinschaft. Rechte und Pflichten des einzelnen werden durch die Teilungserklärung, die Gemeinschafts- und Hausordnung geregelt.

Gemeinschaftseigentum
Teile der Immobilie, die keinem Einzelnen aus der Eigentümergemeinschaft oder Dritten gehören, z.B. Treppenhaus, Fassade, Dach, Stromleitungen oder Aufzug.

Grundbuch
Beim Amtsgericht geführtes Register über die Rechtsverhältnisse einer Immobilie. Eingetragen werden Größe und Nutzungsart, Eigentumsverhältnisse, Rechte, Lasten und Beschränkungen.

Grunderwerbsteuer
Beim Erwerb von Immobilien ist die Grunderwerbsteuer an das Finanzamt zu entrichten. Sie ist eine Landessteuer und beträgt zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises. Berlin hat derzeit einen Grunderwerbsteuersatz von 6%.

Grundschuld
Wird der Kauf einer Immobilie über eine Bank finanziert, trägt sich die Bank zur Sicherung Ihrer Ansprüche eine Grundschuld im Grundbuch der Immobilie ein. Im Falle von Zahlungsausfall kann die Grundschuld vollstreckt werden und dient der Bank zur Begleichung der noch offenen Darlehensschuld.

Hausgeld
Monatliche Vorschüsse auf Betriebskosten sowie die Instandhaltungsrücklagen des Gemeinschaftseigentums. Meist werden die Gelder von der Hausverwaltung koordiniert und auf Basis eines Wirtschaftsplans gezahlt.

Instandhaltungsrücklage
Um Schäden und Mängel am Gemeinschaftseigentum beseitigen zu können, existiert ein Rücklagenkonto, das von der Eigentümergemeinschaft monatlich bespart wird.

Kaufpreisfälligkeit
Sobald der Notar dem Käufer die Kaufpreisfälligkeit mitteilt, kann dieser den Kaufpreis wie vereinbart überweisen. Zur Kaufpreisfälligkeit sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, die der Notar überwacht.

Lastenfreistellung
Stehen bei einer zum Kauf angebotenen Immobilie noch Grundschulden im Grundbuch wird im Kaufvertrag vereinbart, dass dem Käufer die Immobilie lastenfrei übergeben wird. Der Käufer wird somit von den Lasten freigestellt, die im Grundbuch erfasst sind.

Maklerprovision
Erwirbt der Käufer eine Immobilie mit Hilfe eines Maklers, so wird für die Vermittlungstätigkeit eine Maklerprovision in Höhe der ortsüblichen Provision fällig. In Berlin sind das derzeit 7,14% (inkl. Mehrwertsteuer) des Kaufpreises.

Notariat
In Deutschland muss der Kauf einer Immobilie vor einem Notar stattfinden, sonst ist der Vertrag nicht rechtskräftig. Bei der Beurkundung sind Käufer und Verkäufer sowie der Notar anwesend.

Sollzinssatz und effektiver Jahreszins
Der Sollzins beziffert den Zinssatz, mit dem ein Kredit verzinst wird. Der effektive Jahreszins dagegen gibt den Zinssatz pro Jahr an und beinhaltet nahezu alle relevanten weiteren Kosten des Kredits.

Sondernutzungsrecht
Wird ein genau definierter Teil des Gemeinschaftseigentums einem Eigentümer zur alleinigen Nutzung überlassen, so erhält er ein Sondernutzungsrecht z.B. an einem Tiefgaragenstellplatz.

Unbedenklichkeitsbescheinigung
Nach Zahlung der Grunderwerbsteuer stellt das Finanzamt dem Käufer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Diese erhält der Notar. Sie ist unter anderem Voraussetzung für die Kaufpreisfälligkeit und damit den Eigentumsübergang.

Vorkaufsrecht
In das Grundbuch eingetragenes oder vertragliche verbrieftes Recht zum Erwerb der Immobilie. Damit kann der Berechtigte die Immobilie anstelle anderer Käufer zu den gleichen Konditionen erwerben.

Vormerkung
Der Eintrag einer Vormerkung im Grundbuch stellt für den Käufer die Sicherheit dar, dass alle danach dort eingetragenen Veränderungen, z.B. Eigentumswechsel oder Grundschulden, ihm gegenüber unwirksam sind.

Zinsbindung
Die Zinsbindungsfrist ist der Zeitraum, in dem ein bestimmter Darlehenszins der zwischen Kreditnehmer und Bank vereinbart wurde, fest und nicht änderbar ist. Übliche Zinsbindungen sind 5, 10, 15, 20 oder 25 Jahre.

 

 

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